Studie zum Strommarkt

Die Unternehmensberatung A.T. Kearney hat eine Studie zur Struktur des aktuellen Strommarkts veröffentlicht. Die Unternehmensberatung aus Düsseldorf führt in der veröffentlichten Studie an, dass besonders die neuen Stromanbieter eine deutliche Bewegung in den deutschen Strommarkt gebracht hätten.

A.T. Kearney geht weiterhin davon aus, dass diese Anbieter auch in den kommenden Jahren den deutschen Strommarkt deutlich beeinflussen werden. Die Entwicklung des deutschen Strommarktes wird also weiterhin sehr dynamisch verlaufen.

Generell kann man die neuen Anbieter in drei verschieden Gruppen unterteilen. Die erste Gruppe besteht aus den unabhängigen Discountanbietern, z.B. Flextrom. In der zweiten Gruppe befinden sich Zweitmarken bzw. Tochterunternehmen großer Stromanbieter. In diese Gruppe fallen z.B. eprimo (RWE), E wie einfach (EON) und yello (ENBW). Die dritte Gruppe besteht aus reinen Ökostromanbietern, z.B. Lichtblick.

A.T. Kearney geht davon aus, dass im Jahr 2010 etwa die Hälfte der Kunden, die den Stromanbieter gewechselt haben, einen Discountanbieter gewählt haben. Die Studie geht von mehreren Millionen Anbieterwechseln zu neuen Anbietern in den letzten fünf Jahren aus. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Allerdings geht A.T. Kearney auch von einer Marktbereinigung bei den Discountanbietern aus. Diese kann aber durch die Einführung von nachhaltig profitablen Tarifen unterbunden werden. Erst vor einigen Monaten führten die nicht profitablen Tarife eines reinen Discountanbieters zu dessen Insolvenz. Von dieser Insolvenz waren hunderttausende Strom- und Gaskunden betroffen. Bei den Discountanbietern ist deshalb ein Strategiewechsel notwendig. So gibt es laut der Studie weitere Angebote, die den Stromanbietern nur Verluste einbringen. Selbst wenn man die internen Kosten der Stromanbieter nicht berücksichtigt, gibt es Angebote mit negativer Marge.