Energiepreise: Auch Gaspreise steigen

Eine neue Studie, die von A.T. Kearney veröffentlicht wurde, geht von steigenden Gaspreisen bis zum Jahr 2014 aus. Diese Steigerungen könnten laut der Studie bis zu 40 Prozent betragen.

Erst im Jahr 2015 sei eine Entspannung in Sicht. Im Jahr 2015 wird es laut der Studie durch Überkapazitäten zu fallenden Preisen beim Gas kommen. Deshalb könne das Jahr 2015 auch als Wendejahr angesehen werden.

A.T. Kearney empfiehlt Gasproduzenten die Verringerung der Gaslieferverträge mit Ölpreisbindung und den Ausbau der Handelsaktivitäten. Gerade durch die Wirtschaftskrise sei der Gasmarkt in Bewegung geraten. Während der Wirtschaftskrise habe sich der Gasverbrauch erwartungsgemäß deutlich verringert. Aber auch die Herkunft des Gases habe sich laut A.T. Kearney deutlich geändert. So sind die Importe aus Pipelinegas seit der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Die Importe von Liquefied Natural Gas (LNG) haben seit diesem Zeitpunkt dagegen drastisch zugelegt. Bei LNG handelt es sich um verflüssigtes Gas. Für LNG gibt es dadurch flexible Transportmöglichkeiten. Die Entwicklung bei den LNG-Importen ist auf die günstigen Preise des verflüssigten Gases zurückzuführen. Ursache hierfür war eine weltweite Überkapazität an LNG.

Für Europa erwartet A.T. Kearney eine Zunahme des Gasverbrauchs um 0,4 Prozent pro Jahr. Dieser Wert ist deutlich geringer als das weltweite Wachstum des Gasverbrauchs. Die Bedeutung von Gas auf dem Wärmemarkt nehme aber schon seit Jahren ab. Durch den teilweisen Atomausstieg gewinne Gas aber zukünftig an Bedeutung für die Stromerzeugung. Für die kommenden Jahre sei aber mit mehr Gasimporten zu rechnen, da die Gasförderung in Europa zunehmend zurückgehe.

Verbraucher können aber natürlich auch zukünftig die Preise der Gasanbieter und Stromanbieter vergleichen und die persönlichen Auswirkungen der erwarteten allgemeinen Preissteigerungen durch den Wechsel zu einem günstigen Tarif häufig etwas verringern.