Stromkosten senken mit eigenem Solarstrom

Üblicherweise sind Photovoltaikanlagen an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und für den eingespeisten Strom erhält der Anlagenbetreiber eine staatlich garantierte Einspeisevergütung (aktuell bis zu 24,43 ct/kWh). Selbst benötigter Strom wird wiederum über ein Stromversorgungsunternehmen eingekauft (ca. 20 ct/kWh). Unter dem Strich also ein Gewinn von 4 bis 5 ct/kWh.

 

Selbstverbrauch oder Volleinspeisung von Solarstrom – Was ist profitabler?

Doch warum dieser Umweg? Wieso nicht den selbst erzeugten Strom direkt selbst verbrauchen? Diese Methode ist sogar lukrativer als die Volleinspeisung. Denn für jedes Kilowatt selbst erzeugten und direkt verbrauchten Solarstrom erhält man zwischen 8,05 und 12,43 Cent. Zusätzlich muss man keinen Strom mehr einkaufen, spart also ca. 20 ct/kWh. Dies ergibt summa summarum rund 30 ct/kWh.

 

Noch ein Tipp: Die Eigenverbrauchsregelung erlaubt es, dass der selbst produzierte Strom auch von Dritten verbraucht wird. Auch in diesem Fall erhält man eine Vergütung. Dies ist besonders bei Mehrfamilienhäusern interessant.

 

Viele weitere nützliche Information erhalten Sie in dem kostenlosen Buch „Ihr Photovoltaik-Ratgeber“:http://www.solaranlagen-portal.de/photovoltaik-ratgeber.html

 

Der einzige Haken

Der Strom muss sofort verbraucht werden. Gerade Berufstätige dürften hier Schwierigkeiten haben, denn der Strom wird dann produziert, wenn Sie außer Haus sind. Dennoch können Betreiber von Photovoltaik-Anlagen gewisse Potenziale nutzen und ausbauen, indem Sie den Stromverbrauch in die Zeit mit hohem Solarangebot verschieben - Stichwort „Zeitschaltuhren“. Darüber hinaus arbeiten viele Unternehmen akribisch daran, den Solarstrom direkt im Haushalt mit speziellen Batterien speichern zu können.

 

Technische Voraussetzungen für Eigenverbrauchsvergütung

Damit nachgewiesen werden kann, wie viel Strom selbst verbraucht wurde, muss ein zweiter Zähler installiert werden. Ein sogenannter „Zweirichtungszähler“ würde einen zweiten Zähler ersetzen, denn dieser misst sowohl die Stromeinspeisung als auch den Strombezug.