Tipps zur Produktion von eigenem Strom

Die Strompreise steigen seit Jahren kontinuierlich an. Deshalb prüfen immer mehr Stromkunden Alternativen beim Strombezug. Windkraftanlagen oder eigene Biogasanlagen spielen dabei für die wenigsten Kunden eine Rolle.

Solaranlagen finden dagegen immer mehr Beachtung. Immer mehr Privathaushalte installieren sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und produzieren so ihren eigenen Strom. Damit eine Photovoltaikanlage einen optimalen Ertrag erwirtschaftet, sollten die Solarmodule aber optimal ausgerichtet sein. Auch ist eine gewisse Grundfläche nötig. In verschiedenen Regionen Deutschlands fällt der Ertrag zudem unterschiedlich hoch aus.

 

Regionale Unterschiede

Die Sonnenscheindauer fällt in deutschen Bundesländern zwar regional unterschiedlich aus, die Photovoltaikanlage lohnt sich dennoch überall. Im langjährigen Mittel können deutschlandweit pro Jahr 1.528 Sonnenstunden genutzt werden, am längsten scheint die Sonne in Mecklenburg-Vorpommern (1.648 Stunden) und Berlin (1.635 Stunden), am kürzesten in Nordrhein-Westfalen (1.440 Stunden). Wesentlich entscheidender ist jedoch die Ausrichtung des Daches, seine Neigung und Verschattung.

 

Dacharten und -ausrichtung

Die ideale Ausrichtung ist Süden, gefolgt von Südwest und Südost. Norden funktioniert definitiv nicht, direkter Osten oder Westen kaum. Völlig freie Flachdächer haben natürlich keine Ausrichtung, sie gelten allerdings für die Photovoltaikanlage auf einem Gebäude als suboptimal. Bei den Dacharten unterscheiden die Anlagenbauer zwischen Sattel- oder Pultdach, Flachdach oder Hallendächern mit Neigung, beim Dachaufbau wird zwischen Dachpfanne, Biberschwanz, Schiefer, Trapez oder Eternit unterschieden. Natürlich können Solarmodule auch an Fassaden und auf Freiflächen angebracht werden. Weitere Faktoren sind die Flächenmaße und der Sparrenabstand.

 

Dachneigung und Verschattung

Der Neigungswinkel kann prinzipiell zwischen 20 bis 60 Grad betragen, optimal sind 28 Grad. Wenn es Abweichungen hinsichtlich der Dachneigung und der Ausrichtung gibt, können etwas mehr Module installiert werden, wenn die Fläche dies hergibt. Da hier mehrere Faktoren zusammenfallen, helfen Online-Tools, dies zu berechnen.

Diese Tools erfragen:

- Region (nach Postleitzahl)

- Dachart -Fläche (mindestens 10 m²)

- Dachaufbau

- Dachneigung

- Dachausrichtung

- Sparren-/Firstabstand

- Verschattung

Die Verschattung kann gemessen werden, wenn über ein komplettes Jahr genaue Beobachtungen angestellt werden. Diesen Aufwand betreibt kaum jemand, daher sollen Schätzungen genügen. Ideal ist ein völlig unverschattetes Dach, bei Teilverschattungen finden diese in der Regel nur zu bestimmten Stunden statt. Hier ist nun eine Schätzung erforderlich, wie viel von der Fläche verschattet wird. Auch ist Schatten nicht gleich Schatten, der durchbrochene Schatten von Bäumen und Sträuchern wird noch einen gewissen Ertrag ermöglichen, der Komplettschatten eines anderen Gebäudes jedoch nicht.

Genehmigungen für Photovoltaikanlagen

Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine Sondergenehmigung erforderlich, Bäume dürfen ebenso nicht einfach gefällt werden. Auf normalen Dächern und Fassaden ist grundsätzlich keine Sondergenehmigung erforderlich, es ist lediglich die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes zu beachten. In einigen Bundesländern ist eine Genehmigung für diejenigen Anlagen erforderlich, die aus einem Gebäude hervortreten.

Photovoltaik Rechner hilft bei der Entscheidung

Viele Faktoren müssen ineinandergreifen, um eine Photovoltaikanlage lohnenswert zu betreiben. Obwohl die Photovoltaik Preise fallen, darf die Wirtschaftlichkeit einer solchen Investition nicht außer Acht gelassen werden. Ein Photovoltaik Rechner berücksichtigt diese Faktoren und kann bei der Entscheidungsfindung eine große Rolle einnehmen. Ein Photovoltaik Rechner liefert jedoch nur annähernd richtige Werte. Daher ist der Rat eines Spezialisten vor Ort unabdingbar.

Mehr Informationen hierzu findet man auf www.rechnerphotovoltaik.de.