EEG Umlage 2013

Aktuelle Studien und Berichte gehen von sehr stark steigenden Strompreisen im Jahr 2013 aus. Einen großen Teil dieser Preissteigerungen macht hierbei die gestiegene EEG Umlage für das Jahr 2013 aus. Verbraucherzentralen und Verbraucherschutzorganisationen haben diese Steigerung bereits scharf kritisiert.

Ein Hauptkritikpunkt der Verbraucherzentralen ist die einseitige Entlastung von stromintensiven Betrieben bei der EEG Umlage. Haushalte und auch kleine Gewerbebetriebe werden durch diese einseitige Entlastung mit einer noch höheren EEG Umlage im nächsten Jahr belastet. Die EEG Umlage 2013 könnte aktuellen Schätzungen zufolge über 5 Cent je kWh betragen. Die genaue Höhe, der EEG Umlage 2013, wird Mitte Oktober verkündet. Die Kombination aus vielen neuen EEG-Anlagen und der Entlastung der stromintensiven Betriebe dürfte 2013 zu einer EEG Umlage von deutlich über 5 Cent führen.

Update: Die Umlagehöhe für 2013 liegt bei 5,277 Cent je kWh plus Umsatzsteuer. Dieser Wert wurde heute (15.10.2012) durch die zuständigen Netzbetreiber veröffentlicht.

EEG Umlage: Die Hintergründe

Mit der EEG Umlage wird die Förderung der erneuerbaren Energien (festgelegt im Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien) finanziert. Die durch dieses Gesetz festgelegten Förderungen begünstigen den Ausbau der erneuerbaren Energien sehr stark. Wenn man sich die Historie des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien ansieht, stellt man fest, dass es bereits aus dem Jahr 2000 stammt und in regelmäßigen Abständen überarbeitet wurde. An den Zielen des EEG gab es im Laufe der Jahre aber keine wesentlichen Änderungen. Das wesentliche Ziel war und ist die Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung Deutschlands. Eine nachhaltige Energieversorgung ist nur durch die Verwendung regenerierbarer Energiequellen möglich. Die Förderung regenerierbarer Energiequellen ist durch das EEG relativ breit aufgestellt. Es werden nahezu alle bedeutenden erneuerbaren Energiequellen gefördert.

Förderung erneuerbarer Energiequellen

Zu diesen bedeutenden erneuerbaren Energiequellen gehört die Wasserkraft, deren Nutzung bereits eine sehr lange Geschichte hat. Durch das EEG werden aber auch Sonnenenergie, Windenergie und Biomasse gefördert. Neben diesen bekannten Energiequellen werden durch das EEG aber auch nicht so bekannte Energiequellen wie Geothermie, Deponie- oder Grubengas gefördert. Diese haben aber einen recht kleinen Anteil an der gesamten Stromproduktion. Hier erkennt man bereits, dass ein relativ breites Spektrum an Energiequellen abgedeckt wird. Dabei werden die einzelnen Energiequellen mit unterschiedlichen Vergütungssätzen versehen. Auch innerhalb der Vergütungssätze einer Energiequelle kann es größenabhängige oder standortabhängige Abstufungen geben. Auf diese Weise konnten viele Anlagentypen und Anlagengrößen profitabel betrieben werden. Dies war und ist trotz der gefallenen EEG-Vergütungssätze der Fall.

Entwicklung der EEG-Umlage - Prognose der EEG Umlage 2013

Die Kosten für die Förderung regenerierbarer Energiequellen sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, da die einmal festgelegte Vergütung für 20 Jahre gilt.

EEG Umlage 2013

Ansätze zur Senkung der Strompreise

Welche Ansätze gibt es jetzt zur Senkung des Strompreises? Angesichts der steigenden Strompreise werden nahezu täglich neue Modelle zur Strompreissenkung diskutiert. Ein Ansatzpunkt wären Änderungen bei der Förderung erneuerbarer Energien. Allein bei diesem Thema gibt es viele verschiedene Modelle.

Wenn man die Zusammensetzung des Strompreises kennt, kann man die Vielfältigkeit der Möglichkeiten zur Senkung des Strompreises ableiten. Ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises ist die Stromsteuer. Aktuell (seit dem Jahr 2003) beträgt diese 2,05 Cent je kWh. Eine Absenkung oder Streichung der Stromsteuer könnte also viele Stromkunden entlasten. Es gibt natürlich noch viele weitere Ansatzpunkte für eine mögliche Senkung des Strompreises.

Diese Ansatzpunkte sind natürlich immer von politischen Mehrheiten abhängig. Änderungen bei der Förderung erneuerbarer Energien werden vermutlich nicht kurzfristig realisierbar sein. Der staatliche Verzicht auf Steuern, z.B. der Stromsteuer von über 2 Cent je kWh, ist kurfristig auch nicht wahrscheinlich. Stromkunden können aber kurfristig, trotz insgesamt steigender Strompreise, einen Stromanbieter Vergleich machen.