Europäischer Strommarkt

Auch auf dem Strommarkt gewinnt das Thema "Europa" an Bedeutung. Bereits heute wird Strom importiert und exportiert.

Für eine Harmonisierung des europäischen Strommarktes wurde vor einigen Tagen ein wichtiger Schritt getan. Die Länder Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei und Slowenien haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Genauer gesagt haben sie zunächst ein "Memorandum of Understanding" unterschrieben.

In dieser Erklärung geht es um ein einheitliches Verständnis des europäischen Strommarktes. Im ersten Schritt sollen die Stromübertragungskapazitäten zwischen den einzelnen Ländern genau analysiert werden. Auf Grundlage dieser Berechnungen könnte dann mehr Strom zwischen den einzelnen Ländern fließen und es käme zu einem stärkeren Wettbewerb auf europäischer Ebene. Auf diese Weise könnten sich die Strompreise in den einzelnen Ländern weiter annähern.

Technisch geht es hierbei um lastflussbasierte Berechnungen der Übertragungskapazität. In einem gemeinsamen europäischen Markt würde es bei den Erzeugern, also bei den Betreibern der Kraftwerke, zu einem stärkeren Wettbewerb kommen. Der Wettbewerb würde zunehmen, da mehr Parteien (Karftwerksbetreiber) auf dem Markt agieren. Ein Markt mit vielen Marktteilnehmern ist tendenziell immer von Vorteil für die Konsumenten. Vielleicht sind dann zukünftig beim Stromanbieter Vergleich weniger starke Preissteigerungen zu verzeichnen.