Vertriebsverbot gegen Stromanbieter verhängt

Gegen den Energieversorger Scottish Power wurde ein Vertriebsverbot verhängt.

Das Verbot wurde von der zuständigen britischen Regulierungsbehörde verhängt. Die britische Regulierungsbehörde "Ofgem" (Office of Gas and Electricity Markets) reagierte damit recht unkonventionell auf Beschwerden, die den Stromanbieter Scottish Power betrafen.
  

SchottlandBisher Geldstrafen

Ein Hauptziel der britischen Regulierungsbehörde Ofgem ist der Schutz der Verbraucherinteressen. Die britische Behörde will das vor allem durch mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt erreichen. Aber auch die Verminderung der CO2-Emissionen und die sichere Versorgung der Kunden im Königreich sind von Behördeninteresse.
 
Bisher setzte das Office of Gas and Electricity Markets hauptsächlich auf Geldstrafen. In den letzten Jahren wurden Strafen über mehrere Millionen Pfund gegen diverse Energieversorger durch die Regulierungsbehörde verhängt.
 
Die britische Liberalisierung und Privatisierung der Energiemärkte für Endkunden startete zwischen 1996 und 1999 (1998 Gas und 1999 Strom). Jetzt konnten auch die britischen Haushalte einen günstigen Energieversorger wählen.

Jetzt Vertriebsverbot verhängt  

Wenn es zu Problemen mit dem neuen Energieversorger kommt, dann greift Ofgem mit diversen Mitteln ein. Gegen den britischen Energieversorger Scottish Power gab es in den letzten Monaten zahlreiche Kundenbeschwerden. Die Ofgem-Behörde reagierte jetzt mit einem recht ungewöhnlichen Schritt: sie verhängte ein Vertriebsverbot für zunächst 12 Tage.
 
Scottish Power hat ca. 500 (!) Mitarbeiter, die zum großen Teil für den Telefonvertrieb zuständig sind. Diese 500 Mitarbeiter sollen jetzt für die nächsten 12 Tage für die Bearbeitung der Kundenbeschwerden eingesetzt werden! Ofgem kritisierte dabei recht deutlich den momentanen Kundenservice von Scottish Power. Ofgem hat dabei recht klare Vorstellungen von gutem Kundenservice. So soll die maximale Wartezeit eines Kunden am Servicetelefon maximal 2 Minuten betragen. 
 
Das Office of Gas and Electricity Markets kritisierte in der Vergangenheit auch die Zahl der überfälligen Rechnungen. Mit der Entscheidung über die Verhängung eines Vertriebsverbotes setzt die britische Behörde ein recht klares Zeichen. 
 
In Deutschland kam es noch nicht zu solchen drastischen Maßnahmen. Bei einigen Stromanbietern würde man sich manchmal solche drastischen Maßnahmen wünschen. In Deutschland muss man sich vor einem Stromanbieterwechsel genau über den neuen Stromversorger informieren. Besonders die Kundenmeinungen sollten beim Stromanbieter Vergleich bei der Entscheidung für einen neuen Versorger eine große Rolle spielen. Hat der Versorger in jüngster Vergangenheit viele unzufriedene Kunden, dann sollte man von einem Wechsel zu dem Versorger Abstand nehmen. So findet man im Stromanbieter Vergleich seriöse Stromanbieter.